Aerocool Qs-202

Aerocool Qs-202

17. Juni 2012 in Reviews Antworten

In unserem heutigen Bericht zeigen wir euch ein Gehäuse der Firma Aerocool. Ein sehr kleines Gehäuse, welches nur Micro-ATX und Mini-ITX Mainboards aufnehmen kann, aber dennoch viele Features und Gimmicks eines größeren Mittelklasse Gehäuses mit sich bringt; und das alles zu einem sehr humanen Preis. Viel Spaß beim Lesen…

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei Aerocool für die Bereitstellung des Gehäuses und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

Technische Daten:

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Maße: 200 x 367 x 395 mm (BxHxT)
Material: Stahl
Farbe: schwarz / blau
Gewicht: 5 kg
Formfaktor: Mikro-ATX
Lüfter:
1x 140 mm (Front, 29,6 dB(A), 1.500 U/Min)
1x 120 mm (Rückseite, 26,5 dB(A), 1.500 U/Min
1x 140 / 120 mm (Seitenteil, optional)
1x 140 / 120 / 80 mm (Deckel, optional)
Filter: Boden, unter dem PSU
Laufwerksschächte:
2 x 5,25 Zoll (extern)
6x 3,5 Zoll (intern)
2x 2,5 Zoll (intern, belegen je 1x 3,5 Zoll)
Erweiterungsslots: 4
Netzteil (optional): Standard ATX
I/O-Panel:
2x USB 2.0
1x je Audio In/Out
Maximale VGA-Karten-Länge: 270 / 390 mm (mit / ohne mittleren HDD-Schacht)

Lieferumfang:

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1x Halteramen für 3,5Zoll oder 2,5Zoll Festplatte/SSD
5 paar Halteschienen für 3,5Zoll Festplatten
Kabelbinder
Biosspeaker
Fixierung für die Grafikkarte
Montage Material
5,25Zoll Blende mit 3,5Zoll Ausparung
5,25Zoll auf 3,5Zoll Halterung
Bedienungsanleitung

 

Äußeres Erscheinungsbild

Das Paket kam gut verpackt bei uns an.
Das Qs-202 besteht überwiegend aus Stahlblech und Kunststoff, wie fast alle Gehäuse in dieser Preiskategorie . Die Oberflächen sind matt bzw. matt lackiert und unempfindlich gegen Fingerabdrücke. Die Front bietet Platz für zwei 5,25 Zoll Laufwerke. Hinter der feinen Lochgitterstruktur befindet sich ein dicker Staubfilter der auch feine Staubkörner draußen halten sollte.

An der Oberseite hat das Qs-202 zwei USB-Ports, sowie einen Audio Eingang und einen Audio Ausgang. Im hinteren Bereich des Deckels kann man optional einen Lüfter mit einer Maximalgröße von 140mm verbauen, Montagelöcher für 120mm oder 80mm Lüfter sind auch vorhanden. In den Montagelöchern für den 120mm Lüfter befinden sich Kunststoffkappen, die einen Staubfilter halten.

Unter den Laufwerksblenden wird die Lochgitterstruktur fortgesetzt. Hier findet man noch das Case Logo, sowie ein kleines Aerocool Logo. In das Design integriert finden sich an der linken Seite Reset Taste, sowie HDD-LED und an der rechten Seite Powertaste und Power-LED.

Das linke Seitenteil verfügt über ein Window mit einem Lüftergitter. Dieses wurde so dimensioniert, dass die Laufwerks- und Festplattenschächte nicht direkt zu sehen sind. Das rechte Seitenteil ist wie die meisten

Die Rückseite ist schwarz lackiert, was man bei Gehäusen in dieser Preisklasse nicht oft sieht. Im oberen Bereich findet man zwei gummierte Schlauchdurchführungen, darunter hat ein 120mm Aerocool Lüfter seinen Platz. Direkt über dem Lüfter finden sich zwei gummierte Schlauchdurchführungen – für diejenigen, die eine Externe Wasserkühlung verbauen m?chten.

Unter der Aussparung für die Mainboard-I/O-Blende finden sich vier blau lackierte PCI-Slot-Blenden mit einer feinen Gitterstruktur. Da dies ein Midi-Tower für Micro-ATX Mainboards ist, hat das Gehäuse nur 4 PCI-Slots. Die schwarzblaue Farbkombination wird hier schön umgesetzt. Im unteren Bereich hat das Netzteil seinen Platz. Hier kann man schon erkennen, dass auch dem Netzteil ein Staubfilter spendiert wurde.

Die Seitenteile werden mit je zwei kunststoffummantelten Rendelschrauben befestigt. Kunststoffgriffe erleichtern das Abnehmen der Seitenteile und machen eine Griffmulde unnötig. Das linke Seitenteil hat ein Window. Im oberen Bereich des Windows wurde eine Öffnung für einen 120mm Lüfter plaziert.

An der Unterseite des Gehäuses sieht man den von außen angebrachten Staubfilter für das Netzteil, ebenso die vier Füße aus Kunststoff. Hier vermissen wir leider eine Gummierung.

Inneres Erscheinungsbild

Der Innenraum des Gehäuses ist sehr kompakt gehalten, jedoch sehr gut organisiert. Auffalend ist das teils blau lackierte Innenleben.

Einige Kabeldurchführungen sind mit einem Kabelschutz aus Gummi ausgekleidtet. Diese Art von Kabelschutz sah man bisher nur bei hochpreisigen Gehäusen wie z.B. der D-Serie von Cosair.

Ein sehr großer Ausschnitt erleichtert das Montieren von Kühlern mit Backplate. Durch die Größe sollte es auch bei exotischen Sockelpositionen möglich sein, den Kühler zu wechseln ohne das Mainboardtray im Weg zu haben. An der Rückseite des Mainboardtrays finden sich kleine Ösen, wo man Kabel mit Kabelbindern befestigen kann.

Die zwei 5,25 Zoll Schächte sind beidseitig mit Toolless-Halterungen versehen. Darunter Finden 6 Festplatten Platz. Ein Festplattenschacht hat einen Adapter, auf dem man sowohl 3,5 Zoll Festplatten als auch 2,5 Festplatten/ SSDs befestigen kann.

Der blaue Festplattenkäfig in der Mitte ist herausnehmbar, damit man auch Grafikkarten mit einer maximalen Länge von 390mm einbauen kann. Im eingebauten Zustand des Käfigs kann man Grafikkarten mit einer Länge von 270mm einbauen.

Im unteren Bereich findet sich ein Lüftungsgitter mit Staubfilter. Somit braucht man keine Angst haben, dass das Netzteil mit der Zeit zustaubt, wenn man es mit dem Lüfter nach unten einbaut. Ein Einbau mit dem Lüfter nach oben ist natührlich auch möglich.

Die PCI-Slots sind mit schwarzen Rendelschrauben befestigt. Über diesen befindet sich ein 120mm Lüfter von Aerocool.

Im Deckel des Gehäuses ist ebenfalls ein Öffnung für einen Lüfter. Auch hier findet man ein Staubfilter. Montieren kann man, wie schon erwähnt, 140mm, 120mm oder 80mm Lüfter.

Praxistest

Durch das Lösen der Rendelschrauben lassen sich die Seitenteile ohne großen Kraftaufwand entfernen.

Die Montage der Festplatten ist durch die Schienen recht einfach und toolless. Diese werden einfach an die Festplatte gelegt und halten diese dann mit je zwei Pinns pro Seite. Wem das zu unsicher ist, kann die Schienen noch mit Schrauben befestigen. Nun kann die Festplatte samt Schienen in den Festplattenkäfig geschoben werden bis die Schienen einrasten. Natürlich kann man auch die Halterung für 3,5 Zoll /2,5 Zoll Festplatten nutzen – hier braucht man dann allerdings Schrauben zur Montage.

Wer eine Grafikkarte, die länger als 270mm misst, einbauen will, muss den blauen Festplattenkäfig entfernen. Hierzu drückt man zwei Laschen zusammen bis man ein Klicken hört, nun ist der Festplattenkäfig entriegelt und kann diese entnommen werden. Jetzt können auch Grafikkarten mit einer Länge von 390mm eingebaut werden.

Das Netzteil kann entweder mit dem Lüfter nach oben, oder mit dem Lüfter nach unten eingebaut werden. Netterweise hat Aerocool auch dem Netzteil einen Staubfilter spendiert, den man auch noch einfach von außen demontieren und reinigen kann.

Das Mainboard ist ebenfalls schnell montiert: Nur die Abstandshalter einschrauben, Mainboard anschrauben, fertig. Wer Kühler mit Backplate einbauen möchte, hatte es noch nie so einfach wie hier. Eine riesige Öffnung im Mainboardtray macht die Montage auch bei unüblichen CPU Positionen zum Kinderspiel.

Die Montage eines Lüfters im Deckel gestaltet sich etwas schwierig. Wer nicht auf den Staubfilter verzichten möchte, sollte zu einem 80mm Lüfter oder einem 120mm Lüfter greifen, wobei sich bei einem 120mm Lüfter die Halterung der Ram Bänke nicht mehr öffnen lassen. Ein 140mm Lüfter hat einen direkten Kontakt zum Mainboard – hier sollte man den Filter entfernen um ein paar mm Platz zwischen Lüfter und Maiboard zu bekommen. Schade, dass hier nicht etwas mehr Lüft nach oben geschaffen wurde. Auch wenn die meisten den Lüfter so verbauen würden, dass er die warme Luft nach draußen befördert und ein Staubfilter somit eigentlich unnötig macht.

Die großen Kabeldurchführungen sind gummiert und reichlich vorhanden. Auch über dem Mainboard finden sich Öffnungen wodurch man Kabel verlegen kann.

Die PCI-Slotblenden bestehen aus feinem Lochgitter und sind mit Rendelschrauben befestigt, also braucht man hier auch kein Werkzeug.

Die Grafikkarte ist dank Rendelschrauben ebenfalls schnell montiert. Zur zusätzlichen Sicherung hat Aerocool ein System aus zwei kabelbinderartigen Laschen entwickelt. Diese werden unter den Schrauben, die das Mainboard halten, plaziert. Leider ist in unserem Fall die Grafikkarte genau über dem Loch für die Schraube und somit konnten wir die Befestigung nicht wie beschrieben montieren. Aber auch ohne Haltevorrichtung hat die Karte einen guten Halt.

Zum Einsetzen des Laufwerks empfiehlt es sich die Front zu entfernen. Dies wird durch eine Lasche an der Unterseite der Front erleichtert.

Nun kann man die 5,25 Zollblende durch das Auseinanderdrücken der beiden seitlichen Laschen herausnehmen. Jetzt kann man die Front wieder andrücken. Auf beiden Seiten entnimmt man nun die toolless Halterungen und schiebt das Laufwerk in Position, danach bringt man die Halter wieder an. Somit ist das Laufwerk eingebaut.

Die Lüfter sehen zwar gut aus, hören sich aber nicht so gut an. Sie sind deutlich hörbar und sollten ausgetauscht oder gedrosselt werden.

CPU-Kühler bis zu einer Höhe von 16cm dürften noch in das Gehäuse passen, wobei man dann auf den Lüfter im Seitenteil verzichten muss. Dies dürfte aber zu verschmerzen sein. Wer an dieser Position einen Lüfter einbaut, nutzt meistens einen Top-Flow-Kühler.

Fazit

Wer einen kleinen kompakten (Lan) Rechner möchte und sich mit einem MicroATX oder MiniITX zufrieden gibt, bekommt Einiges geboten. Über eine weitestgehend werkzeugfreie (toolless) Montage, wie bei diesem, verfügen heutzutage die meisten Gehäuse. Auch lange Grafikkarten kann das Gehäuse aufnehmen und ist somit auch für Spiele Hardware geeignet. Negativ fallen allerdings die Lüfter auf, diese sind deutlich hörbar. Auch eine fehlende Gummierung an den Füßen ist unschön. In Punkto Staubfilter hat sich Aerocool nicht Lumpen lassen, jedoch ist der Staubfilter in der Front nicht entfernbar. Der Staubfilter im Deckel erschwert das Einbauen von 120mm und 140mm Lüftern, da diese an das Mainboard stoßen. Dennoch sind diese Negativpunkte alle mit kleinem Aufwand behebbar und eine Innenlackierung, sowie gummierte Kabeldurchführungen sieht man bei Gehäusen dieser Preisklasse wirklich selten! Wobei wir zum Preis kommen: Dieser liegt bei 41,90 Euro (07/2011).

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22. October 2017

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